Antonia Kurz

 

AKurz

Antonia Kurz
Kontakt: Antoniakurz@gmx.de
 
Assoziierte Teilnehmerin
bei  Prof. Dr. Frauke Berndt

 

 


Biografie

Antonia Kurz studierte Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte an der Eberhard Karls Universität in Tübingen. 2007 absolvierte sie ein Auslandsstudium an der Université de Provence (Aix-Marseille I) in Aix-en-Provence und 2009/2010 an der University of Oregon, Eugene (USA). Nach ihrem Abschluss (Magister Artium) absolvierte sie ein journalistisches Volontariat und arbeitet heute in einer PR-Agentur als Texterin. In ihrer Dissertation an der Universität Mannheim, die sie berufsbegleitend verfasste, beschäftigte sie sich 2015-2019 mit motivgeschichtlichen Studien zu Alraunen in Literatur und Film des 19. und 21. Jahrhunderts. Von 2017-2019 war Antonia Kurz assoziierte Teilnehmerin des Doktoratsprogramms Gender Studies an der Universität Zürich.

Dissertationsprojekt

Alraune.
Motivgeschichtliche Studien zur Literatur im langen 19. Jahrhundert

Abstract

Mit diesem Beitrag zur Rezeptionsgeschichte der Alraunen leistet das Dissertationsprojekt einen wichtigen Beitrag zur Geschichte des kulturellen Imaginären. Der Alraunenmythos erzählt davon, wie die Wurzel des Nachtschattengewächses Mandragora gleich einem winzigen Menschen auf unheimliche Weise lebendig wird. Dabei hat sich der Mythos über die Jahrtausende immer wieder verändert, bis er im 19. Jahrhundert die moderne Literatur erobert. Allerdings hat die phantastische Alraune keine stabile Referenz. Das Wissen über Alraunen hängt vielmehr von verschiedenen historischen Diskursen ab, die dem Mythos nicht nur eine Anschauung unterlegen, sondern den Figuren auch phantastische Körper geben. In diesem Dissertationsprojekt soll die Entwicklung des Motivs in der Moderne an drei Schnittstellen der deutschsprachigen Literatur und des internationalen Films erforscht werden: In der Romantik konstituiert Alraunen zunächst psychologisches Wissen, am Anfang des Jahrhunderts dient vor allem die Alraune der Imagination weiblich-bedrohlicher Sexualität (H. H. Ewers Alraune).