Interuniversitäres Doktoratsprogramm Gender Studies

Das Doktoratsprogramm Gender Studies an der Universität Zürich wird in enger Kooperation mit den Universitäten Basel und Bern angeboten. Der inhaltliche Schwerpunkt in Zürich liegt auf Konfigurationen von Geschlecht, Performativität und Verkörperung.

Konfigurationen von Geschlecht. Performativität und Verkörperung

 

Den Forschungsrahmen des DoPro Gender Studies bilden Konfigurationen, Konzeptualisierungen, Ästhetisierungen und Praktiken von Geschlecht/Gender, wobei die Konstellation von Performativität und Verkörperung im Zentrum steht. Sie ist für die Untersuchung ästhetischer, politischer wie epistemologischer Diskurse besonders produktiv. Theorien des Performativen gehen davon aus, dass soziale, psychische, politische, kulturelle sowie ästhetische Phänomene nicht nur zu ‚entziffern‘ sind, sondern Wirklichkeit herstellen. Ein wissenschaftliches Erkenntnisinteresse dieses Paradigmas liegt darin, Geschlecht und Gender als Resultat von Normen und regulierten bzw. regulierenden Praktiken zu verstehen.

Die Konstellation von Performativität und Verkörperung, wie sie in prominenten Forschungsfeldern der Geisteswissenschaften, in Text- und Bildwissenschaften, in sozialwissenschaftlichen wie in philosophischen Kontexten entwickelt worden sind, eröffnet eine Reihe neuer interdisziplinärer Anschlussstellen. Diese reichen von Untersuchungen diverser Körperspuren und -metaphern in Text- und Bildbegriffen über die Beobachtung von konkreten körperlichen Praktiken bei der Entstehung gesellschaftlicher Artefakte und die Analyse institutionell-rechtlich gefärbter Begriffe wie ‚Körperschaft‘ bis zur Erforschung regulierender Eingriffe in Körperlichkeit und Geschlecht selbst. Insbesondere die Ansätze der Queer Studies sowie der Critical Race Studies geben dem DoPro Gender Studies daher wichtige Impulse. Schliesslich eröffnet die Konstellation Performativität und Verkörperung auch die Perspektive, Fragen nach der Beschaffenheit und Begrenzung von Körpern zu stellen und zu bearbeiten. Dadurch ergeben sich neue Konstellationen der Geschlechterforschung gegenüber bzw. in Natur-, Sozial- und Technikwissenschaften.
 

Aktuelle Lehrveranstaltungen, Tagungen und Workshops:
Programm des DoPro Gender Studies im FS 2020 (aktualisiert März 2020) (PDF, 1472 KB)

Programm Queer as Method in Chinese Studies FS 2020 (PDF, 54 KB)

Veranstaltungen des interuniversitären Doktoratsprogramms FS 2020 (aktualisiert März 2020) (PDF, 869 KB)

Koordination und allgemeine Auskünfte zum Doktoratsprogramm

Prof. Dr. Katrin Meyer

Planungsleitung

Prof. Dr. Bettina Dennerlein und Prof. Dr. Angelika Malinar