Publikationen

In Vorbereitung

Steineck: Kritik der symbolischen Formen II

Raji C. Steineck. 2017. Kritik der symbolischen Formen II: Zur Konfiguration altjapanischer Mythologien, Stuttgart-Bad Cannstatt: Frommann-Holzboog, 2017 (Philosophie Interkulturell, 4), ca. 355 S., in Vorbereitung.

Mythen sind bis heute ein wirkmächtiger Bestandteil menschlicher Kultur. Gegen ihre Einschätzung als archaisches Residuum durch die Moderne knüpft das vorliegende Buch an Ernst Cassirers Konzeption des Mythos als symbolischer Form an. Es analysiert exemplarisch die Mythologien des japanischen Altertums, wie sie in den Reichs-Chroniken ›Kojiki‹ und ›Nihonshoki‹, in Gedichten, Gebeten (›norito‹) und Dokumenten der Schreine und Adelshäuser erhalten sind, und zeigt, wie sie im Hinblick auf ihre jeweilige Agenda ihre Gegenstände auswählen, gliedern und zu eigenen Welten zusammenfügen. Dabei zeigt sich, dass die Vorstellung von der Primitivität des Mythos, an der auch Cassirer noch festhielt, aufgegeben werden muss. Denn Mythologien erweisen sich als entwicklungsfähig und interagieren mit der je gegebenen Konstellation symbolischer Formen; so vermögen sie das jeweilige Weltwissen zu integrieren und sich gegen sachliche Kritik zu immunisieren. Damit gelingt ein ganz neuer und fruchtbarer Zugang zur Mythologie. Zur Verlagswebsite

Aktuell erschienen

ZwischenWelten - Oba Minako im Kontext der Introvertierten Generation

Daniela Tan. 2017. ZwischenWelten - Ôba Minako im Kontext der Introvertierten Generation. Berlin: EB-Verlag Dr. Brandt, Verlag für Wissenschaft und Praxis (Reihe zur japanischen Literatur und Kultur, Band 12).

Die japanische Literaturforschung unternimmt seit kurzem eine Neubewertung der Rolle der Literatur in der Nachkriegszeit und vermeidet dabei nun die geschlechtsspezifische Segregation japanischer Autorinnen, deren Arbeiten man früher meist unter dem Begriff „Frauenliteratur“ behandelt hatte. Heute rechnet man Ôba Minako (1930–2007) zur „Introvertierten Generation“ (Naikô no sedai). In Bezug auf diesen Paradigmenwechsel soll in der vorliegenden Studie eine der wichtigsten japanischen Autorinnen des 20. Jahrhunderts als Vertreterin der in der japanwissenschaftlichen Literaturforschung noch kaum erkundeten Strömung wiederentdeckt werden.

Daniela Tan befasst sich mit fünf zentralen Texten Ôbas, um sie mit narratologischen Verfahren in ihrer literarischen Technik − Überlagerung (kasaneawase), Verwischen (bokasu) und Verschiebung der Zeitebenen − zu erschließen. In einem weiteren Schritt stellt sie Motive und Topoi im Rahmen der für die Naikô no sedai typischen Themen vor. Zur Verlagswebsite

Social Inequality in Post-Growth Japan

Simone Müller. 2016. Zerrissenes Bewusstsein: Der Intellektuellendiskurs im modernen Japan. Berlin: De Gruyter, XIII, 701 S. [Welten Ostasiens / Worlds of East Asia / Mondes de l’Extrême Orient, 25].

Anfang der 1920er Jahre, ausgelöst durch das Aufkommen einer sozialistischen Bewegung nach der russischen Oktoberrevolution, entstand in Japan ein Diskurs über die sozialpolitische Rolle des Intellektuellen, der sich bis in die 1970er Jahre hineinzog. Angeführt wurde er von marxistisch und humanistisch orientierten Literaturkritikern und Schriftstellern, die sich Fragen nach der sozialen Verantwortung der Literatur und der diesbezüglichen Rolle der Intelligenz stellten. Der japanische Intellektuellenbegriff ist im Rahmen dieses Diskurses vor dem geschichtlichen und gesellschaftspolitischen Kontext sukzessiv neu geformt worden. Er ist Zeugnis einer steten Auseinandersetzung, gespiegelt in differenzierten Begriffen, was ein Intellektueller sei, und welchen Platz dieser in der Gesellschaft einnehmen solle.
Anhand einer Diskursanalyse repräsentativer Debatten zwischen 1920 und 1970 unter Einbezugnahme von Bourdieus Theorie des literarischen Feldes wird die Entwicklung, die Rolle und die Selbstwahrnehmung des modernen japanischen Intellektuellen in der Zwischen- und Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts gezeichnet und ein Profil des Schriftstellers als Intellektueller definiert. Zur Verlagswebsite

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